GPS-Koordinaten


GPS-Koordinaten
 
95 % unserer Bilder sind mit GPS-Koordinaten in den EXIF-Daten eines Bildes hinterlegt. Stellt man sich vor, dass man über 10.000 Bilder am Tag in der Luft aufnimmt, ist es fast unmöglich am Abend noch zu definieren, wo man dieses Foto aufgenommen hat. Zu diesem Zweck schreiben unsere Kameras bei jeder Aufnahme gleich die GPS-Koordinaten in die Bilddatei welches hinter jedem JPG-Bild liegt. Mit einem Hilfsprogramm das es kostenlos gibt unter : www.locr.com  können Sie sehen, wo wir das entsprechende Bild aufgenommen haben und es  wird auf einer Google-Maps-Karte angezeigt. Das Programm ist in deutsch verfügbar und kostenlos für den Endanwender!
Beachten Sie! Es wird auf der Google-Maps-Karte angezeigt von wo wir das Bild aufgenommen haben; nicht wo sich ggf. das angezeigte Objekt befindet.
 
Genaue Beschreibung und Begriffserklärung:
 
Geotagging (Fotografie)

Anwendung:
Eingesetzt wird die Foto-Verortung in der Raumplanung,Luftbildfotografi und dem Tourismus, der Umweltplanung, dem Verkehr und dem Katastrophenschutz. Ein häufiges und gängiges Anwendungsbeispiel ist das zeitsparende Illustrieren eines in einem Stadtplan festgelegten Stadtrundganges mit Bildern von sehenswerten Baudenkmälern. Ein weiterer Schwerpunkt in der Verwendung von Geo-Imaging ist der Umweltschutz. Spezielle Biotopkarten lassen sich zeitsparend mit aktuellen Detailaufnahmen versehen. Werden nun derartige Karten über einen längeren Zeitraum erstellt, lassen sich Veränderungen im Biotop sehr einfach darstellen.
 
Technik:
Die geographischen Koordinaten des Aufnahmestandpunktes werden direkt beim Fotografieren mit einem GPS-Empfänger bestimmt oder später aus einer Karte abgegriffen. Mit spezieller Hardware werden sie direkt beim Fotografieren, ansonsten später am Rechner zu den Metadaten (Exif) der Bilder hinzugefügt.
 

Verortung direkt bei Aufnahme:

Vorteil der direkten Verortung ist die geringe Fehleranfälligkeit und der geringe Arbeitsaufwand durch den optimierten Geo-Imaging-Prozess. Für das Speichern der Koordinaten direkt beim Fotografieren sind GPS-fähige Digitalkameras notwendig. Nikon führte 2001 mit der D1H und D1X die ersten Digitalkameras mit GPS-Schnittstelle ein. Zu unterscheiden sind Modelle, die Ihre Standortinformation über extern angebundene GPS-Logger erfassen und solche mit integrierter GPS-Funktion. Zu letzterem gehören die Ricoh Caplio 500SE und die Nikon Coolpix P6000. Mittlerweile wird GPS selbst in kleine Reisekameras integriert, beispielsweise die Panasonic Lumix DMC-TZ10.[2] Diverse PDAs oder Mobiltelefone, die über eine Kamera und GPS-Funktionalität verfügen, können nativ oder durch das Benutzen spezieller Software bzw. das Patchen der vorhandenen Software ebenfalls GPS-Werte in die Exif-Daten eintragen. Dies ist zum Beispiel bei den PDAs HTC P3300 (XDA Orbit, MDA Compact III), HTC P3600 (HTC Trinity, VPA Compact GPS) oder HTC TyTN II (MDA Vario III, VPA Compact V), den Apple-iPhones 3G und neuer, Nokia N96 und dem Nokia 5800 XpressMusic möglich. Bei Montage eines speziellen Foto-GPS auf dem Blitzschuh kann bei integriertem elektronischen Kompass zusätzlich die Blickrichtung des Bildes festgehalten werden. 
 
Nachträgliche Verortung per GPS-Log 
 
Sollen die Koordinaten später hinzugefügt werden, ist es notwendig, GPS-Tracks während des Fotografierens aufzuzeichnen. Hierfür kann man Outdoor-GPS-Geräte mit Logfunktion der Route, GPS-PDAs mit Log-Programm oder spezielle GPS-Logger verwenden. Mittels Software lassen sich die Koordinaten aus dem Track dann über den Zeitstempel den Bildern zuordnen. Häufige Fehler ergeben sich durch einen mangelhaften Abgleich von Kamera-Uhrzeit und GPS-Zeitstempel. Deshalb sollte man vor Gebrauch die Uhrzeiten abgleichen oder (auch nachträglich) die Zeitanzeige des GPS-Gerätes oder einer Funkuhr fotografieren, um die Zeitdifferenz ausgleichen zu können.